Mittwoch, 20. Mai 2009

Marley und ich - mein Leben mit dem frechsten Hund der Welt

Da ich nicht das Buch gelesen, sondern den Kinofilm zum Buch gesehen habe, wird hier heute ausnahmsweise nicht das Buch sondern der Film besprochen. Die DVD erscheint demnächst und ist bei Amazon jetzt schon vorbestellbar.

In den Buchbesprechungen bei Amazon wird heftig kritisiert, dass die Anekdoten nicht lustig und der Hund nicht “der frechste Hund der Welt” sei, sondern ein armes Opfer seiner wenig sachkundigen Besitzer, was dann zu Verhaltensauffälligkeiten führt.

Fachlich gesehen und streng genommen ist diese Kritik zwar nicht ganz unberechtigt, aber man sollte auch nicht vergessen, dass es sich bei dem Buch (und somit auch der Filmvorlage) um einen Roman handelt. Erstens gehe darum mal davon aus, dass einige Situationen überspitzt dargestellt wurden, und zweitens erzählt der Film dennoch eine sehr gefühlvolle und liebevolle Hundegeschichte. Aus diesem Grunde konnte ich das fachliche auch mal außer Acht lassen, den Film genießen und mich auch über die Szenen amüsieren. Die Hauptdarsteller Jennifer Aniston und Owen Wilson spielten die Rolle der unbeholfenen Neu-Hundebesitzer perfekt und witzig, Hund Marley ist ohnehin grandios und stellt das Leben seiner neuen Besitzer gehörig auf den Kopf. So brachten strapazierten die turbulenten Ereignisse und Szenen die Lachmuskeln sämtlicher Kinobesucher im Saal.

Etwa das letzte Viertel des Films, ließ aber mehr und mehr Stille im Kinosaal einkehren. Marley und seine Familie hatten sich kaum zusammengerauft und waren zu einer harmonischen Einheit verwachsen, da passierte das, was sich leider auch im wahren Leben nicht vermeiden lässt: Das Alter geht auch an Marley nicht spurlos vorüber. So ahnt der Zuschauer schon, das der Film langsam einem traurigen Ende entgegen steuert. Da ich selbst Besitzerin eines 14-Jährigen Hundes bin, reagiere ich auf dieses Thema besonders sensibel, und so war das Ende - obwohl es wirklich sehr einfühlsam und gefühlvoll umgesetzt war - für mich fast unerträglich traurig. Ich war nahe dran, den Kinosaal vorzeitig zu verlassen. (Es wäre übrigens das allererste Mal gewesen, dass ich einen Kinofilm fluchtartig verlassen hätte.) Aber ich habe bis zum Schluss durchgehalten, auch wenn es mir schwerfiel. Selbst die Männer im Saal mussten heftig schlucken oder haben sogar einzelne Tränen verdrückt.

Mein Fazit: Es war ein wirklich schöner Film, und ich bereue es keineswegs ihn gesehen zu haben, aber ich würde ihn trotzdem nicht noch einmal ansehen.

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